In dieser geschichtsträchtigen Stadt treffen Kreativität, Kultur und Design zusammen. Erst Mitte März hat am Lijnmarkt 46 ein neuer OSKA-Shop eröffnet.

Der neue OSKA-Shop In Utrecht lädt ein zum Verweilen.

Utrecht ist „gezellig“, wie die Niederländer sagen – urgemütlich. Vielleicht liegt es daran, dass es eine Studentenstadt mit sieben Universitäten und Hochschulen ist. 70.000 der 350.000 Einwohner sind Studenten und gefühlt alle Utrechter fahren Fahrrad.

Überblick verschaffen

Ein idealer Ausgangspunkt für eine Erkundung der viergrößten Stadt der Niederlanden ist der Domplatz. Hier begann alles vor gut 2000 Jahren. Damals legten die Römer den Grundstein für das Castellum Traiectum. Um sich einen Überblick zu verschaffen, heißt es die 465 Stufen des höchsten Kirchturms von Holland mit 112 Metern zu erklimmen. Die Belohnung ist ein Weitblick bis nach Amsterdam. 

Nostalgisch Genießen

Beim Eintritt in das Kruideniersmuseum werden Kindheitserinnerungen wieder wach wie die an klebrige Geldstücke, die man aus den Tiefen der Hosentasche herausfischte, um im Kramerladen um die Ecke Brausestangen oder Kaubonbons abgezählt in der Tüte zu kaufen. Heute ist man verzaubert von dem altmodisch eingerichteten Kramerladen, der ehrenamtlich von freundlichen älteren Damen geleitet wird. Gerne lässt man sich zu Süßigkeiten wie „heksentanden“ (Hexenzähnen) und harten Katzen verführen. Und im Stillen dankt man OSKA für den Komfortbund bei den Hosen.

Verträumte Plätze

Ein idealer Ort, um die erstandenen Leckereien zu genießen, ist der Botanische Garten. Er gehört zu den ältesten noch existierenden Universitätsgärten der Niederlande und wurde ursprünglich 1639 angelegt. Unter anderem beheimatet er einen aus dem 18. Jahrhundert stammenden Ginkgobaum. Der verdankt seinen Namen einem Schreibfehler. Der deutsche Arzt und Botaniker Engelbert Kaempfer hat bei der Transkription statt  „y“ ein „g“ geschrieben; Johann von Wolfgang Goethe verfasste über seine Gedanken beim Betrachten eines Ginkgobaums ein Gedicht.

Rietveld Schröderhuis (collectie Centraal Museum, Utrecht). Fotografie Stijn Poelstra.

Bauhaus lässt grüßen

In Deutschland wird 2019 das Jubiläum „100 Jahre Bauhaus“ mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert. In den Niederlanden nennt man diese Stilrichtung De Stijl. Sie begann dort um einiges früher. Das Rietveld-Schröder-Haus ist heute Weltkulturerbe, steht für Freiheit sowie Klarheit in der Architektur und gilt als architektonischer Höhepunkt der De Stijl-Bewegung. Die größte Rietveld-Sammlung der Welt ist In Utrecht u.a. mit dem rotblauen Stuhl im Centraal Museum beheimatet.

copyright: NBTC Holland Marketing

Die Besonderheit der Oudegracht

Weltweit einzigartig ist das Grachtensystem mit seinen Werftkellern in Utrecht. Bei der Oudegracht, die sich durch das gesamte Zentrum zieht, gibt es zwei Ebenen. Eine befindet sich auf Straßenniveau und die zweite auf Höhe des Wasserspiegels, um über Anlegestege einen Zugang zu den Vorratskellern herzustellen. 732 Gewölbekeller gibt es noch, die heute Cafés und Restaurants mit stimmungsvollen Terrassen beherbergen.