Schlicht, aber besonders, lässig und zugleich elegant: Mode von OSKA ist so unverwechselbar wie die Frauen, die sie tragen. Wer sind sie? Was ist ihnen wichtig? Kurzporträts mit Antworten auf fünf Fragen. 

Michaela Hammel, 54, geschäftsführende Gesellschafterin des Magazins ALPS

Wie sind Sie zu der Frau geworden, die Sie heute sind?

Nach meiner Lehre als Verlagskauffrau hatte ich meist Chefs, die mich ebenso forderten wie förderten. Das war wichtig, um meine Fähigkeiten weiter auszubauen, dazu zu lernen und verschiedene Aufgaben auszuprobieren. Besonders intensiv war das mit Ende 20, als ich zwei Jahre lang berufsbegleitend studiert habe. Aber das viele Arbeiten hat sich gelohnt, weil ich entsprechend erfolgreich war, wiederholt von neuen Firmen, Agenturen und Verlagen abgeworben wurde und so Schritt für Schritt aufgestiegen bin. Nach meiner letzten Festanstellung als Anzeigenleiterin der Zeitschrift Madame habe ich den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt: Ich konnte drei Kollegen überzeugen, gemeinsam mit mir das Magazin ALPS zu übernehmen. Denn das wollte die damalige Verlegerin 2015 verkaufen. Die Gestaltungsfreiheit dort macht uns seither großen Spaß. Andererseits tragen wir auch die gesamte Verantwortung und das volle finanzielle Risiko. Das ist mittlerweile ein anstrengendes Geschäft – verglichen mit den goldenen Zeiten von früher.

„OSKA ist so eine Marke. Sie lässt sich gut kombinieren, ist stylish, hochwertig und hat well looking/gut aussehen als Programm: eine Mode für erwachsene Frauen, die schon alles hatten – straight und klar.“

Was treibt Sie an?

Über Jahrzehnte hinweg hat in meiner Karriere immer alles geklappt, was ich angefangen habe. Diese Gewissheit war sehr motivierend für mich, mein Ding zielstrebig durchzuziehen. Auch in schwierigen Phasen bin ich als Kämpfernatur deshalb davon ausgegangen, dass sich eine Lösung und ein passender Platz für mich finden wird. Bislang war das zum Glück immer der Fall.

Wobei fühlen Sie sich wohl?

Ich wohne nah an der Isar und gehe dort jeden Morgen mit meiner Zwergrauhaardackel-Hündin Schoko mindestens eine halbe Stunde lang spazieren. In der Natur zu sein ist generell ein wichtiges Ventil für mich. Größere Anstrengungen brauche ich dabei aber nicht, weil ich die im Beruf ausreichend genug habe. Stattdessen gehe ich am liebsten genusswandern, gerne zum Beispiel am Tegernsee. Zu den Bergen habe ich seit meiner Kindheit einen engen Bezug. Meine Mutter kommt aus dem Allgäu, wo wir oft in den Ferien waren. Aber auch in Frankfurt, wo ich lange gewohnt habe, gibt es eine unfassbare Vielfalt: Frankreich ist nicht weit weg, ebenso schöne Weingegenden in der Pfalz, der Odenwald und Taunus oder die wunderbare Bergstrasse.

Welche Mode tragen Sie am liebsten?

Früher war ich gerne schick und stylish im Kleid oder Hosenanzug. Heute trage ich einen anderen Style, in dem ich mich wohlfühle, der aber auch cool aussieht. Das hat nichts mit Schlabberlook zu tun. Man sollte immer für jede Gelegenheit gut gekleidet sein, auch wenn mal kein Geschäftstermin ansteht. OSKA ist so eine Marke. Sie lässt sich gut kombinieren, ist stylish, hochwertig und hat well looking/gut aussehen als Programm:

eine Mode für erwachsene Frauen, die schon alles hatten – straight und klar.

Frauenpower: Wir stärken uns gegenseitig den Rücken.

Welchen Wunsch haben Sie sich noch nicht erfüllt?

Ich hätte gerne einen achtsameren Arbeitstag, an dem ich mich auf eine Sache konzentrieren kann statt ständig vieles gleichzeitig im Stress zu absolvieren. Auch Genuss kommt in meinem Alltag leider zu kurz. Immerhin gönne ich mir in der Selbstständigkeit den Luxus, das Handy erst zwischen neun und zehn anzuschalten und meinen Computer etwa eine Stunde später. In der Zukunft möchte ich meine Arbeitszeit nach und nach reduzieren. Ich arbeite seit meinem 16. Lebensjahr. Endlich mehr Zeit für mich zu haben wäre mein Traum, langweilig werden würde mir trotzdem nie.